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Phoenixashes – Die Gilde der Assassinen

Jeder in Bloodfire hat schon von ihnen gehört, fast jeder kennt den Standort der Verwaltungsräume der Gilde, in denen man Aufträge aufgeben kann, fast wie in einem beliebigen anderen Geschäft der Stadt. Doch Namen und Gesichter der Assassinen kann niemand so wirklich benennen.

Die Gilde der Assassinen ist ein weit umgreifendes Netz an Meuchelmördern, die unter strengeln Regeln und mit zahllosen Vorschriften in ganz Phoenixashes agiert. Sie dulden keine freischaffenden Assassinen neben der Gilde und sind teuer, doch ihre Erfolgsquote liegt bei exakten 100 Prozent.

Kodex

Die Assassinen sind kein bunter Haufen an Killern, die nur ihren Blutdurst stillen wollen. Auch sie haben Regeln innerhalb der Gilde zu befolgen. Wer dies nicht tut, muss damit rechnen, dass sie der nächste Auftrag werden.

In der Bürokratie der Gilde gibt es zahllose Regeln, Vorschriften und Gesetze, an die sich die Assassinen zu halten haben. Die grundlegenden drei sind in einem separaten Regelwerk enthalten: Dem Kodex der Bruderschaft. Während man über Verstöße gegen die anderen Regelungen im Grunde reden kann, ist ein Verstoß gegen den Kodex unverzeihlich.

Der Kodex lautet wie folgt:

1. Kein Unbeteiligter wird verletzt.

Bei jedem Auftrag gibt es eine Zielperson, die ausgeschaltet werden soll. Die Gilde versteht sich darin, dies zu tun, ohne Umstehende zu gefährden oder deren Leben zu nehmen. Auch in unvorhergesehenen Kämpfen sind die Mitglieder der Gilde angehalten, ihren Gegner zu betäuben oder anderweitig kampfunfähig zu machen, selbst wenn es einfacher wäre, ihn zu töten. Jedes Leben ist kostbar und unnötiges Blutvergießen wird nicht gutgeheißen.

2. Verschwiegenheit.

Die Assassinen sind dafür bekannt, in den Schatten zu agieren und so gut wie keine Spuren zu hinterlassen. Unerkannt sollen sie ihr Ziel ausschalten und so schnell auftauchen und verschwinden, wie das Flüstern des Wüstenwindes. Mit dem Beruf wird daher nicht angegeben noch hausieren gegangen. Auch im Privaten sollen sich die Assassinen nichts zuschulden kommen lassen, sodass man ihr Gesicht wiedererkennen würde.

3. Die Gilde wird nicht in Gefahr gebracht.

Ein gefangen genommener Assassine weiß, dass er kein noch so kleines Detail über die Gilde zu verraten hat - weder, wer derzeit im Rat sitzt, noch Unterschlüpfe, Kontaktpersonen, nicht einmal, was es vorgestern zu essen gab. Die Assassinen lernen, die Schmerzen der Folter zu ertragen, und den Tod als akzeptable Alternative zu einem Verrat an der Gilde zu sehen.

Außerdem ist es untersagt, einem Bruder oder einer Schwester durch die eigenen Taten Schaden zuzufügen. Da die Assassinen gemeinsam aufwachsen, lernen und leben, sollte es für sie nebenbei selbstverständlich sein, ihren Gildegeschwistern zu helfen, wann immer es nötig und möglich ist.

Hierachie

Der Rat der Gilde

Die Gilde wird vom Gildenrat angeführt, bestehend aus sieben Meister-Assassinen, die anhand ihrer Taten und ihres Wissen von der Bruderschaft auf Lebenszeit gewählt wurden, um die Entscheidungen für die Gilde zu treffen. Ihre gemeinsamen Beschlüsse werden nicht angezweifelt und es gibt keine Möglichkeit, ein Veto einzulegen. Der Rat ist jedoch nicht taub gegenüber den Anliegen der Bruderschaft und hört sich deren Belange auf Anmeldung an. Zudem gibt es Sitzungen zu allen möglichen Themen, an denen jeder vollwertige Assassine teilnehmen und sich zu Wort melden kann.

Die Meister-Assassinen

Meister-Assassinen sind Spezialisten auf einem Gebiet des Ausschaltens ihrer Ziele und weisen eine hohe Erfolgsquote auf. Auch zeichnen sie sich durch eine große Hingabe zur Gilde aus und haben sich in ihrer Laufbahn nichts zuschulden kommen lassen. Langjährige Erfahrungen in der Gilde und ein überragendes Verständnis im Einsatz seiner Talente sichert einem Assassinen schließlich den Titel des Meisters, der vom Gildenrat verliehen wird. Und der Rat wählt sorgfältig, werden doch später die neuen Ratsmitglieder aus den Reihen der Meister gewählt. Der Titel ist eine große Ehre, doch noch lange kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen.

Die Meister-Assassinen sind großteils zuständig für die Einzelausbildung von Novizen, die die Grundausbildung überlebt haben. Hierbei wählen sie sich einen Schüler aus, der ihren persönlichen Anforderungen und ihrem Spezialgebiet entspricht. Es gibt auch Meister, die keine Schüler haben, und ebenfalls solche, welche ihre Tätigkeiten außerhalb der Gilde aufgegeben haben (also nicht mehr morden), sondern die Novizen in ihrer Grundausbildung unterrichten.

Die vollwertigen Assassinen

Ein Novize hat drei Voraussetzungen zu erfüllen, um die Aussicht auf den Titel des Assassinen zu haben: Erstens, er muss die Grundausbildung überlebt haben. Zweitens, er hat einen Lehrmeister gefunden, ihm lang genug gedient und auch das überlebt. Und drittens, sein Lehrmeister meldet ihn bei der zuständigen Stelle als Kanditat für die Abschlussprüfung an.

Die Abschlussprüfung ist ein allein erfolgreich ausgeführter Auftrag, über dessen Inhalt der Lehrmeister zusammen mit einem Verwaltungsmitglied (ja, die Gilde ist recht bürokratisch) entschieden hat. Dem Gildenrat obliegt danach die Entscheidung, ob dem Novizen der Rang des Assassinen zugesprochen wird - erneut mit der Empfehlung des Lehrmeisters ... weshalb man sich mit diesem gut stellen sollte.

Der frischgebackene Assassine hat nun einen Rang inne, der einige Privilegien mit sich bringt; nicht zuletzt ein bequemes Einzelzimmer, eine Auswahl an Aufträgen, Weiterbildungsmöglichkeiten und die Nutzung (fast) aller Einrichtungen der Gilde. Auch wiegt das Wort eines Assassinen um einiges mehr als das eines Novizen.

Die Novizen

Aller Anfang ist schwer ... und besonders gilt dies bei den Assassinen. Meist sind es Waisen oder Sklavenkinder, welche von der Gilde aufgenommen werden, denn die Assassinen sehen es als unehrenhaft an, Kinder ihrer Familie zu entreißen.

Die Anwärter gehen nun durch eine harte Schule und längst nicht jeder überlebt diesen Drill. Die Statistiken der Gilde sprechen von nur 1/3 der Kinder, die am Ende der Grundausbildung noch leben. Diese hat es in sich: Rund 20 Novizen müssen sich ein Quartier teilen, so lernen auf das Wichtigste im Leben zu verzichten und das Wenige zu teilen was man hat. (Wobei man fairerweise sagen muss, dass es die meisten vorher noch schlechter hatten.) Kameradschaft ist der Weg zum Ziel und selbst dann scheint es noch immer nicht einfach zu sein. Die grundlegendsten Dinge werden den Novizen hier beigebracht: Die Regeln der Gilde, Lesen, Schreiben, Pflanzenkunde, Schleichen, Klettern und das leise Töten gehören dazu.

Ist die Grundausbildung bestanden und man hält den Novizen für reif, wissend und talentiert genug, um sich zu spezialisieren, sollte sich nun ein Lehrmeister für den Schüler finden. Meist ist dies ein Meister-Assassine, welcher nun die volle Verantwortung über den Novizen übernimmt und das Wissen an ihn weitergibt, was er sich die Jahre über angeeignet hat. Findet sich kein Lehrmeister, geht der Unterricht in einer Klasse weiter - die Chancen, von hieraus aufzusteigen, sind jedoch ungleich geringer.

Bis zu 5 Jahre kann die Spezialisierung in Anspruch nehmen. Dann stehen die Türen zum Titel des Assassinen offen - zumindest einen Spalt breit.



Dies ist ein Spielerhintergrund von Lorne und Kailestan!

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