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NAMENSLIED
Naeresa "Rhaenyra" Boltagon
HERKUNFT
Stormheaven | Stronghold
ALTER
40 Jahre
VOLK
Mensch
FRAKTION:
Akademiemagier


Beiträge: 37 | Themen: 5

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ZUM CHARAKTER
Wenn man Rhaenyra zum ersten Mal begegnet, hat man stets das Gefühl sie wäre leicht unsichtbar. Zumindest ist sie immer eher am Rand des Geschehens zu finden und verhält sich sehr UNAUFFÄLLIG. Sie mag es überhaupt nicht im Mittelpunkt zu stehen und liebt die Ruhe und Einsamkeit viel mehr, anstatt sich in ein Getümmel aus Menschen zu stürzen. Allerdings ist sie alles andere als feige. MUTIG und TAPFER< besteht sie mit ihrem Drachen jeden Kampf und wenn sie einmal für eine Sache kämpft, ist sie völlig und treu ergeben und zeigt auch einen gehörigen KAMPFGEIST. Allerdings weniger in temperamentvollen, impulsiven Handlungen, sondern in konzentriertem, STRATEGISCHEM ÜBERLEGEN. So ergänzt sie sich vortrefflich mit ihrem eher impulsiven, temperamentvollen Drachen und es ist eher sie, die ihn beruhigt als umgekehrt. BODENSTÄNDIG und geerdet, wirkt Rhaenyra wohl eher etwas KÜHL als wirklich feurig, was jedoch nicht heißt, dass unter ihrer gediegenen Oberfläche nicht eine gehörige Willenskraft schlummert. Doch nach außen hin wirkt sie stets sehr kontrolliert, fast schon etwas STEIF. Durch ihr DIPLOMATISCHES GESCHICK ist sie eher friedfertig und neigt dazu möglichst in einem harmonischen Verhältnis mit anderen zu leben. Zudem schlichtet sie quasi jeden Streit. Auch durch ihre HÖFLICHE und RESPEKTVOLLE ART sind ihr die Leute, trotz ihrer Abstammung, meist recht wohl gesonnen, zumal sich Rhaenyra auch nicht das Recht heraus nimmt von allen geachtet zu werden. Ihre Herkunft hat sie nach vierzig Jahren anerkennen und akzeptieren können. Wenn ihr etwas nicht gelingt, bringt sie eine UNBÄNDIGE GEDULD für alles auf was Zeit benötigt. Sie ist kein drängelnder Charakter und ist stets GUTMÜTIG und AUFRICHTIG. Falschheit und Lüge ist nichts was sie wirklich gut beherrscht, denn man sieht es ihr sofort an. Auch HILFSBEREIT ist sie, denn spätestens nach den Jahren in der Sklaverei weiß sie, dass es wichtig ist für einander einzustehen.
Doch auch Rhaenyra hat ihre Schwächen, die man auch relativ schnell bemerkt, wenngleich sie sie krampfhaft zu verstecken versucht, da sie nicht verletzlich wirken möchte. So ist sie im Umgang mit Menschen generell RECHT VERUNSICHERT, denn wirklich viele, positive Erfahrungen hat sie mit ihnen nicht gemacht. Manchmal weiß sie nicht mit ihnen umzugehen und benimmt sich recht ungeschickt, weshalb sie wohl auch eher SCHWEIGSAM ist, denn sie hat einfach oft Angst das Falsche zu sagen. Auch ist sie, trotz ihres holprigen Lebens, immer noch eher Unerfahren im Umgang mit Menschen und deshalb noch von einer KINDLICHEN NAIVITÄT gekennzeichnet, die von den einen oder anderen auch gern ausgenutzt wird. Grundsätzlich ist es jedoch nicht leicht ihr Vertrauen zu gewinnen und bis sie jemanden wirklich in ihr Herz lässt, braucht es eine lange Zeit. Dies ist sicherlich auch der Grund, weshalb sie noch nie so etwas wie eine Beziehung hatte, denn sie wurde einfach schon zu oft enttäuscht. Sie neigt eher dazu vor ihren PROBLEMEN DAVON ZU LAUFEN, einfach aus der Angst heraus, ihnen nicht gewachsen zu sein. Ebensowenig kann Rhaenyra wirklich Gefühle zulassen oder sich eingestehen. Sie BLOCKT GEFÜHLE AB und das lediglich aus Selbstschutz. Nur in ihren Träumen traut sie sich zu fühlen und Dinge zu tun, die sie sich in der Realität nicht (zu)traut. Ansonsten ist Rhaenyra eher EIGENBRÖTLERISCH und konzentriert sich lieber auf weniger Menschen, dafür aber auf welche, die ihr wirklich am Herzen liegen. Auch ihre EIGENSINNIGKEIT macht es nicht unbedingt leicht mit ihr umzugehen. Sie hat ihre eigenen Ansichten und wenn diese nicht der Masse entsprechen, so heißt es noch lange nicht, dass sie von ihnen abweicht. Zuletzt ist wohl ihre NEUGIERDE immer mal wieder dafür verantwortlich, dass sie in die eine oder andere unangenehme Situation gerät. Der Antrieb ist jedoch nicht, sich über etwas das Maul zu zerreißen sondern schlichtweg ihr unbändiger Wissensdurst.


HAUPTFERTIGKEIT
» Drachenreiten
NEBENFERTIGKEITEN
» Drachensprache
» Sprache der Werogs (primitiv)
» Rhetorik
» Gesang (wenn sie allein ist)
» Belesen » Heilen



FERTIGKEITEN LANG
REITEN Da Rhaenyra eine ausgebildete Drachenreiterin ist, spräche es wohl nicht wirklich für sie, wenn sie das Reiten nicht beherrschen würde. Doch dies bezieht sich nicht nur auf Drachen, wenngleich dies noch einmal etwas gänzlich anderes ist als z.B. ein Pferd zu reiten. Doch genau Letzteres beherrscht sie auch sehr sicher, allerdings im Damensitz, den sie auf ihrem Drachen nicht hat. Dafür benötigt sie natürlich einen guten Gleichgewichtssinn, welcher es ihr ermöglicht auch auf unebenem Gelände einem sicheren Tritt zu haben.
DRACHENSPRACHE Um mit einem Drachen zu kommunizieren, beherrscht Rhaenyra natürlich auch die Drachensprache. Diese beherrscht sie so intensiv, dass es ihr möglich ist, sich mit ihrem Drachen durch bloße Gedankenkraft zu unterhalten. Außerdem kann sie ihn durch exteme Emotionen, z.B. Angst, rufen. SPRACHBEGABUNG Durch ihre Zeit als Sklavin hat sie die eine oder andere Sprache aufgeschnappt und peu a peu besser gelernt, so dass sie sich grundlegend verständigen kann. Dies betrifft durch ihre zweijährige Sklavenzeit das Dukelelbisch, die Sprache der Werogs und die der Zwerge. Auch einige Brocken Elbisch vermag sie zu sprechen, dies jedoch deutlich unbeholfener als die ersten beiden Sprachen. Da ihr dies in recht kurzer Zeit von zwei Jahren gelungen ist, kann man durchaus von einem gewissen Talent sprechen. RHETORIK Generell ist sie im Umgang mit Worten sehr professionell und überlegt. Sie kann sich regelrecht förmlich ausdrücken und dies verleiht ihr unbestreitbar eine gewisse Seriösität und Kompetenz.
SINGEN Wenn sie allein ist, trifft sie sogar formidabel die Töne und der einzige, der sie bisher singen gehört hat war Jaeregon. Vor anderen traut sie sich nicht zu singen, da sie dann das Gefühl hat ihre Gefühle dabei heraus zu lassen.
BELESEN Außerdem verbringt sie ihre freie Zeit nicht nur gern draußen in der Natur, sondern auch irgendwo in einer stillen Ecke in der Bibliothek und verschlingt Bücher. So hat sie sich schon viel Wissen angeeignet und ist ganz wild darauf weitere Zauberschriftrollen zu erlernen.
HEILEN Aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrung in der Akademie hat Nyra viel über die Heilkunst gelernt, jedoch ohne Magie zu benutzen. Lernte sie es zunächst an Tieren und ihrem Drachen, so vermochte sie auch immer mehr andere Wesen und auch Menschen zu heilen. Während ihres Aufenthalts in Shallows Earth lernte sie dort auch weitere Heilkünste.



ZAUBER ODER SPECIALS
FEUERRESISTENZ Gegen Feuer ist Rhaenyra komplett immun. Es gibt kein Feuer eines Wesens, was sie verbrennen könnte. Nicht einmal die Daimonen aus Shallows Earth vermögen dies zu tun. Ihre Haare und Haut werden nicht einmal angesengt.
TRAUMWANDELN Eine ebenfalls nicht erlernte, sondern angeborene Fähigkeit von ihr ist die des Traumwandelns. Hierbei ist es notwendig, dass Rhaenyra ebenfalls schläft oder aber sich wahlweise in einem tranceähnlichen Zustand befindet, in dem sie keine Verbindung zu ihrem wachen Bewusstsein und ihrer Umgebung hat. Im wachsen Zustand vermag sie nicht in die Träume anderer einzudringen und sie zu erleben. Wenn sie einschläft bzw. in Trance ist, kann sie zwar durch vorherige Gedankenfokussierung die Chance erhöhen in welchen Traum wessen Geistes sie eindringt, doch hier kommt es immer wieder zu willkürlichen Wechseln. Durch starke Konzentration vermag sie jedoch von einem Traum in einen anderen zu wechseln. Sie kann frei in den Träumen anderer interagieren und auch eigene Vorstellungen mit hineinbringen, die Träume anderer jedoch nicht grundlegend ändern, sehr wohl jedoch durch ihre Anwesenheit beeinflussen. Für sie selbst ist diese Art von Schlaf nicht erholsam, sondern mit einem wachen Zustand zu vergleichen.


    
    
    



STÄRKEN
» gute Reiterin
» handelt strategisch und wohl überlegt
» guter Gleichgewichtssinn
» Kenntnisse in Heilkräutern
» gute Konzentration
» geduldig



SCHWÄCHEN
» scheu anderen Menschen gegenüber
» eher schweigsam
» kann irgendwann zur Weißglut getrieben werden
» schlechte Armkoordination (Waffen)
» kann nicht schwimmen

Rhaenyras Spleens
» sie mag keine Asymmetrie (muss alles gleich ordnen)
» schaut sich nicht gern im Spiegel an (weißes Haar)
» schaut einem beim Gespräch nicht in die Augen (Sklavenzeit)
» kann nicht vor jemandem her laufen (Sklavenzeit)
» redet mit sich selbst (Sklavenzeit)
» verzehrt Fleisch am liebsten roh (durfte nicht braten)



FAMILIE UND WICHTIGE PERSONEN
JAESANNE BOLTAGON | HEILERIN | VERSTORBEN
Ihre Mutter lernte Rhaenyra im Grunde gar nicht kennen, doch hat sie viel von ihr geerbt, u.a. ihre Affinität zu Heilkräutern und ihren Sanftmut. Sobald sie an sie zurückdenkt, wird ihr Herz schwer, weshalb sie es sich mittlerweile verbietet darüber nachzudenken. Denn dann kommt sie sich lediglich wie eine gescheiterte Existenz vor, die eben vom falschen Vater abstammt. Wie sehr ihr Leben doch mit blauem Blut vereinfacht gewesen wäre. Dennoch liebt sie ihre Mutter und man merkt, dass ihr elterliche Wärme damals gefehlt hat.

TALAEDOR VALRAENOS | GRAUMAGIER | VERSTORBEN
Auch ihren Erzeuger hat Rhaenyra nie kennenlernen können, war er mit ihrer Mutter doch nur kurz liiert gewesen und in einem Kampf gestorben noch bevor Rhaenyra das Licht der Welt erblickt hatte. Ohne Schutz war auch ihrer Mutter nur das Heil in der Flucht geblieben und das Geheimnis, dass Rhaenyra von einem Graumagier der Akademie abstammt, nahmen ihre Eltern mit ins Grab. Ihr weißes Haar hat sie von ihrem Vater geerbt, so dass die Vermutung seiner Zeugung recht nahe lag, es jedoch nicht bewiesen werden konnte.

JAEREGON | DRACHE | ERYTHUS
Kann man einen Drachen als besten Freund bezeichnen? Nun, wenn man von der Menschheit meistens enttäuscht und fallen gelassen wurde, so hat findet man oft seinen engsten Vertrauen in einem Tier wieder. Ihr Drache ist jedoch mehr als nur ein Tier, es ist ihr Seelenverwandter, jemand, der sie ständig begleitet, mit dem sie auch auf nonverbaler Ebene kommnunizeren kann. Er rettete Rhaenyra das Leben als sie als kleines Baby mit einem herzhaften Schrei von der Klippe hinab geworfen wurde. Ihr Schrei war es gewesen, der Jaeregon gerufen hatte. Er war es gewesen, der sie zu den Drachenreitern gebracht hatte.

ALYS | SEBAKAIA
Während ihrer Gefangenschaft in Shallow Earth, genauer gesagt in Blackheart, lernte sie Alys kennen, die ebenfalls eine der Gladiatoren war. Gemeinsam in der Leibeigenschaft verband sich ihr Schicksal und während Alys kämpfte, versorgte Rhaenyra anschließend ihre Wunden. Sie beiden mussten das eine oder andere körperliche sowie psychische Martyrium über sich ergehen lassen. In dieser Zeit half sie Rhaenyra so, dass sie nicht verrückt wurde. Dennoch behielt die Drachenreiterin einige Eigenarten davon zurück, z.B. mit sich selbst zu reden oder sich selbst im Schlaf zu umarmen um sich geborgener zu fühlen und nicht so große Angst haben zu müssen. Was nach ihrer Flucht mit Alys passierte, weiß Rhaenyra bis heute nicht, vermutet jedoch, dass ihre Freundin mittlerweile in einem ihrer zahlreichen Kämpfe den Tod gefunden hat.


    
    
    



Geburt bis Jugend
Schon bei ihrer Geburt hatte es Rhaenyra nicht leicht. Sie wurde am 25. Tag in Levin´s Rise im 13. Jahr nach Anno Aelfric als Bastard-Kind unter dem Namen Naeresa Boltagon geboren, sollte sie urspürnglich ein Kind des Königshauses Aguilar gewesen sein. Doch ihre Mutter verliebte sich damals kurz vor der angestandenen Hochzeit mit König Aelfric in einen Magier, mit welchem sie Rhaenyra zeugte. Geächtet und nicht aus blaublütigen Kreisen stammend, wurde sie auch noch zwei Monate zu früh geboren. Durch all diese Dinge stand ihr Leben gründsätzlich unter keinem guten Stern. Ihre Mutter verstarb bei ihrer Geburt durch hohen Blutverlust. Das Echo dieser unsittlichen Verbindung wurde jedoch noch größer: Aufgrund ihrer Geburt ließ man alle engeren Familienmitglieder, hauptsächlich der Familie Boltagon, töten, denn das Königshaus Aguilar vergaß so eine Schande nicht so leicht. Von einem Paladin wurde sie an den Rand von Strormhold gebracht, da dieser es nicht übers Herz brachte sie zu ertränken. Um ihren Tod nicht mit ansehen zu müssen, warf er das kleine Mädchen über den Rand der schwenden Insel. Kurz bevor sie fiel, stieß Raenyra einen herzzerreißenden Schrei aus, so dass der große, schwarze Erythus namens Jaeregon gerufen wurde und sie im freien Flug auf seinem Rücken auffing. Nicht wissend wie ihr geschah, krallte sich das kleine Mädchen an die kantigen Schuppen ihres neuen, geflügelten Freundes. Dieser brachte sie zu den Drachenreitern und legte sie auf etwas Stroh ab. So recht konnte wohl auch er nicht begreifen, wie schnell er plötzlich eine neue Reiterin gefunden hatte... und sie war noch so entsetzlich klein, wie sie ihn mit ihren eisblauen Augen ansah. Doch obwohl sonst die rot glühenden Augen des Schwarzen eher grimmig blitzten, so hatten sie nun einen fast schon warmherzigen Schein und das Herz des nicht mehr ganz jungen Drachen wurde bei Rhaenyras Anblick erwärmt, hatte er doch seit Jahrzehnten keinen Reiter mehr gehabt. So gab er ihr seinen Odem, so dass Rhaenyra von diesem Zeitpunkt ab auf ewig mit ihm Verbunden war: Sie war seine Drachenreiterin.
So wuchs Rhaenyra in der Magierakademie auf. Als Reiterin gehörte sie nicht unbedingt zu den angesehenen Magiern, zumal sie sich auch selbst gar nicht als magiebegabt ansah. Hin und wieder hatte sie zwar merkwürdige Träume in denen sie Menschen begegnete, die sie aus der Wirklichkeit kannte, doch zunächst nahm sie dies nicht allzu ernst. Und selbst wenn... angehört wurde sie vermutlich sowieso nicht, weshalb sie dies für sich behielt. Zum anderen kam ihre Herkunft hinzu und obwohl ihr Drache ihr ihren richtigen Namen mitteilte, so weigerte sie sich diesen anzunehmen und nannte sich fortan nur "Rhaenyra", kurz "Nyra". Nereasa gehörte für sie zu einer anderen, alternativen Wirklichkeit die es so niemals für sie geben würde. Motiviert und engagiert glänzte sie als Reiterin besonders mit ihrem Gleichgewicht. So waren auch relativ schnelle Wendemanöver mit ihrem Drachen möglich, der wohl eher an seine Grenzen dabei kam als sie, denn er war einer von der schweren Sorte. Im Verlauf lernte Nyra den einen oder anderen Magier an der Akademie kennen, u.a. auch die Scharlachmagi, welche für die Verteidigung zuständig waren. Da Dastan besonders fähig in der Animal-Magie war, trafen sie schlussendlich auch aufeinander. Während Rhaenyra den großen Hünen eher mit leichter Skepsis und Scheu betrachtete, war sie wohl in seinen Augen eher ein unscheinbares Küken. Nichtsdestotrotz begegneten sie sich stets mit Respekt und Wertschätzung für einander. Da Nyra bereits bei den Drachenreitern aufwuchs, hatte sie schon sehr früh ein starkes Band zu den geflügelten Tieren aufbauen können und wusste auch mit ihrem unbeständigen, launenhaftigen Wesen umzugehen. Sie benötigte 19 Jahre um ihre Ausbildung zur Drachenreiterin zu absolvieren und war darin sehr engagiert, beinahe schon verbissen. Als sie schließlich ihren Rang erlangte, empfand sie zum ersten Mal in ihrem Leben so etwas wie Stolz. Dieses Ereignis verstärkte das Band zwischen Jaeregon und ihr noch einmal mehr und von da an gelang es ihr auch mit ihm nonverbal zu kommunizieren. Er war für sie wie ein großer Bruder und sie war dafür bekannt, die Tiere stets mit großem Respekt und Ehrfurcht zu behandeln - nicht aus Angst, sondern aus Wertschätzung.





Die späteren Jahre
Schon bei ihrer Geburt hatte es Rhaenyra nicht leicht. Als Bastard-Kind unter dem Namen Naeresa Boltagon geboren, sollte sie urspürnglich ein Kind des Königshauses Aguilar gewesen sein. Doch ihre Mutter verliebte sich damals kurz vor der angestandenen Hochzeit mit König Aelfric in einen Magier, mit welchem sie Rhaenyra zeugte. Geächtet und nicht aus blaublütigen Kreisen stammend, wurde sie auch noch zwei Monate zu früh geboren. Durch all diese Dinge stand ihr Leben gründsätzlich unter keinem guten Stern. Ihre Mutter verstarb bei ihrer Geburt durch hohen Blutverlust. Das Echo dieser unsittlichen Verbindung wurde jedoch noch größer: Aufgrund ihrer Geburt ließ man alle engeren Familienmitglieder, hauptsächlich der Familie Boltagon, töten, denn das Königshaus Aguilar vergaß so eine Schande nicht so leicht. Von einem Paladin wurde sie an den Rand von Strormhold gebracht, da dieser es nicht übers Herz brachte sie zu ertränken. Um ihren Tod nicht mit ansehen zu müssen, warf er das kleine Mädchen über den Rand der schwenden Insel. Kurz bevor sie fiel, stieß Raenyra einen herzzerreißenden Schrei aus, so dass der große, schwarze Erythus namens Jaeregon gerufen wurde und sie im freien Flug auf seinem Rücken auffing. Nicht wissend wie ihr geschah, krallte sich das kleine Mädchen an die kantigen Schuppen ihres neuen, geflügelten Freundes. Dieser brachte sie zu den Drachenreitern und legte sie auf etwas Stroh ab. So recht konnte wohl auch er nicht begreifen, wie schnell er plötzlich eine neue Reiterin gefunden hatte... und sie war noch so entsetzlich klein, wie sie ihn mit ihren eisblauen Augen ansah. Doch obwohl sonst die rot glühenden Augen des Schwarzen eher grimmig blitzten, so hatten sie nun einen fast schon warmherzigen Schein und das Herz des nicht mehr ganz jungen Drachen wurde bei Rhaenyras Anblick erwärmt, hatte er doch seit Jahrzehnten keinen Reiter mehr gehabt. So gab er ihr seinen Odem, so dass Rhaenyra von diesem Zeitpunkt ab auf ewig mit ihm Verbunden war: Sie war seine Drachenreiterin.
So wuchs Rhaenyra in der Magierakademie auf. Als Reiterin gehörte sie nicht unbedingt zu den angesehenen Magiern, zumal sie sich auch selbst gar nicht als magiebegabt ansah. Hin und wieder hatte sie zwar merkwürdige Träume in denen sie Menschen begegnete, die sie aus der Wirklichkeit kannte, doch zunächst nahm sie dies nicht allzu ernst. Und selbst wenn... angehört wurde sie vermutlich sowieso nicht, weshalb sie dies für sich behielt. Zum anderen kam ihre Herkunft hinzu und obwohl ihr Drache ihr ihren richtigen Namen mitteilte, so weigerte sie sich diesen anzunehmen und nannte sich fortan nur "Rhaenyra", kurz "Nyra". Nereasa gehörte für sie zu einer anderen, alternativen Wirklichkeit die es so niemals für sie geben würde. Motiviert und engagiert glänzte sie als Reiterin besonders mit ihrem Gleichgewicht. So waren auch relativ schnelle Wendemanöver mit ihrem Drachen möglich, der wohl eher an seine Grenzen dabei kam als sie, denn er war einer von der schweren Sorte. Im Verlauf lernte Nyra den einen oder anderen Magier an der Akademie kennen, u.a. auch die Scharlachmagi, welche für die Verteidigung zuständig waren. Da Dastan besonders fähig in der Animal-Magie war, trafen sie schlussendlich auch aufeinander. Während Rhaenyra den großen Hünen eher mit leichter Skepsis und Scheu betrachtete, war sie wohl in seinen Augen eher ein unscheinbares Küken. Nichtsdestotrotz begegneten sie sich stets mit Respekt und Wertschätzung für einander. Da Nyra bereits bei den Drachenreitern aufwuchs, hatte sie schon sehr früh ein starkes Band zu den geflügelten Tieren aufbauen können und wusste auch mit ihrem unbeständigen, launenhaftigen Wesen umzugehen. Sie benötigte 19 Jahre um ihre Ausbildung zur Drachenreiterin zu absolvieren und war darin sehr engagiert, beinahe schon verbissen. Als sie schließlich ihren Rang erlangte, empfand sie zum ersten Mal in ihrem Leben so etwas wie Stolz. Dieses Ereignis verstärkte das Band zwischen Jaeregon und ihr noch einmal mehr und von da an gelang es ihr auch mit ihm nonverbal zu kommunizieren. Er war für sie wie ein großer Bruder und sie war dafür bekannt, die Tiere stets mit großem Respekt und Ehrfurcht zu behandeln - nicht aus Angst, sondern aus Wertschätzung.

WERDEGANG NACH JUGEND: **Was passierte im Erwachsenemalter? So kämpfen Jaeregon und sie bereits in drei Kämpfen gegen die Golgor und waren auch, als Rhaenyra erst 25 Jahre alt war, bei der Besetzung von Goldengrove dabei. Wenngleich Rhaenyra zu der Magierakademie gehörte, fühlte sie sich dessen nie so recht zugehörig, besonders eben, weil sie von den Magiern allein schon deshalb geächtet wurde, weil sie ein Bastard war. Jahre vergingen und während andere Drachenreiter die eine oder andere Siaison hatten, so wirkte Rhaenyra immer sehr desinteressiert an Männern. Das einzige, was ihr wichtig in ihrem Leben war, war das Fliegen mit ihrem geflügelten Freund. So war sie in der Akademie bereits als "Drachenfrau" verschrieben, da es hieß, dass nur ein Drache ihr Herz jemals für die Liebe erwärmen könnte. Sie wurde als sehr schräg und kautzig bezeichnet, wenngleich man, wenn man sie näher kennenlernte, schon bemerkte, dass einfach viel mehr in ihr steckte. Als Dastan seine Frau heiratete, freute sich Rhaenyra für ihn, denn sie spürte, dass er glücklich war. Sie selbst konzentrierte sich rein auf ihre Berufung als Drachenreiterin, bemerkte jedoch durch dieses Ereignis zum ersten Mal, dass sie sich selbst fragte, ob nicht doch irgendetwas in ihrem Leben noch zu fehlen schien. Da Rhaenyra zur Hälfte von einem Magier abstammte, verlieh ihr dies ein längeres Leben als das eines nichtmagischen Menschen. So alterte sie ähnlich langsam wie Dastan, was ihr bei den einen oder anderen Drachenreitern etwas Neid und Missgunst brachte. Von dem einen oder anderen wurde sie aufgrund ihrer Naivität ausgenutzt, nicht zuletzt foppte man sie damit, dass sie zu Jaeregon eine sehr enge Bindung hatte. Eine nicht ganz witzige Sache war, dass man ihr von seinem Tod erzählte. Doch Jaeregon half Nyra, dass sich diese Störenfriede nie wieder an ihr vergriffen, denn immerhin hatte ein Drache deutlich mehr Macht als ein schwach magisch ausgeprägter Mensch. Dies bewirkte jedoch nicht unbedingt, dass man sie an der Akademie deutlich mehr schätzte. Und so war es für Nyra unabdingbar sich auch an der Schlacht von Crookbog als Drachenreiterin zu beteiligen - und das an vorderster Front. Sie trug tapfer die eine oder andere Verletzung mit sich, mal schwer, mal weniger schwer. Sie wollte sich selbst beweisen, dass sie mehr war als ein Bastard-Mädchen. Am letzten Tag beim Angriff auf Crookbog geriet Rhaenyra mit ihrem Drachen Jaeregon jedoch in einen Hinterhalt, da sie den Anordnungen ihres Captains Trystan nicht folgte und trotz dessen Warnungen in die Palus-Schlucht abbog, aus der sie die Dunkelelben aus dem Hinterhalt attackieren wollte. Doch genau dies geschah schließlich mit ihr: Jaeregon wurde zunächst von Pfeilen beschossen als er im Tiefflug zwischen den engen Felsen vorbeiflog und landete als Ausweichmanöver auf dem sumpfigen Boden. Von da wurde auf ihn ein eisernes Netz hinabgeworfen, in dem er sich in seiner wilden Hatz verfing. Zwar leicht verwundet, konnte er sich jedoch aus dem eisernen Netz wieder befreien. Rhaenyra ging in dem Durcheinander jedoch schlichtweg verloren, nachdem sie von seinem Rücken gefallen war. Die Dunkelelben nahmen sie in diesem Zuge gefangen. Als Drachenreiterin, die mit den Tieren kommunizieren konnte, hatte sie zumindest soviel Wert, dass sie nicht sofort getötet wurde, zumal sie außer dem Drachen auch keine wirklich beeindruckende Verteidigungsmöglichkeit hatte. Verstört, verletzt und auch geänstigt, brachte man sie in die Hand der Dunklinge, die es sehr gut verstanden, ihr Angst einzujagen. Als man schließlich erkannte, dass sie keine prophetischen Träume hatte, sondern lediglich in die Träume anderer eindringen konnte, schmälerte dies erheblich ihren Wert. Das Mädchen wurde daher zunächst in eine Schmiede gebracht um dort niedere Arbeiten zu verrichten und musste in den nächsten zwei Jahren auch in den Minen arbeiten. Dies war mit die schwerste Zeit für sie. Es gab kaum einen Moment zum Ausruhen und auch an Schlaf war nur kurze Zeit zu denken. Von dieser Arbeit zieren noch fünf längliche Narben ihren Rücken, herrührend von Peitschenschlägen. Irgendwann war sie derartig entkräftet, dass sie dank ihrer Heilkünste irgendwann nur noch bei Gladiatorenkämpfen eingesetzt wurde um die verwundeten Krieger soweit wieder zu heilen, dass sie an einem Folgekampf noch teilnehmen konnten. So kam Rhaenyra mit den unterschiedlichsten Wesen in Kontakt: Von Werogs, über Trolde bis hin zu Findlingen. So lernte sie auch u.a. auch die Sprache der Werogs, diese sogar noch intensiver als die der Golgor und entwickelte zu dessen Kriegern sogar so etwas wie Sympathie. Mit der Gewissheit, dass sie aus dieser Unterwelt niemals wieder herauskommen würde, hatte sie sich gerade so in ihrem dunklen Schicksal eingerichtet als am 13. Tag in Allryn´s Fall, im 46. Jahr nach Anno Aelfric, ein Elb namens Archer, in Goldenflowers auch Galdor genannt, sie den Arenen abkaufte und ihr somit zur Flucht verhalf. So recht wusste Rhaenyra nicht was dies zu bedeuten hatte, doch ihr blieb nichts anderes übrig als mit ihm zu gehen... immerhin war er freundlicher als die meisten Männer in der Arena. Allerdings musste sie Alys zurücklassen, denn sie war nach wie vor als Kämpferin in der Arena. Schweren Herzens ließ sie Rhaenyra ziehen und die Drachenreiterin war den gesamten Weg über bedrückt und wehmütig. Auf der einen Seite sehnte sie sich fast schon wieder dorthin zurück...
Doch als sie sieben Tage später auf der anderen Seite des Portals begriff, dass sie sich wieder in Stormheaven befand, war ihr Heimweh dorthin zunächst vergessen. Sie verabschiedete sich von Archer und stand seitdem in seiner Schuld. Eine lange Zeit später spürte sie Jaeregon, welcher am Horizont auftauchte und Rhaenyra zunächst nicht erkannte, sie sogar mit Feuer angriff. So erkannte das Drachenmädchen, dass ihr Tier mindestens genauso verstört war wie sie selbst. Nur mit Mühe und viel Mut wagte sich die Drachenreiterin an ihn heran, doch berühren ließ er sich nicht und flog wieder davon. So machte sich Rhaenyra zu Fuß nach Stronghold auf, welches noch mal ein langer und nicht ungefährlicher Marsch war. Zur Akademie. Nach Hause.


    
    
    



AVATAR
Emilia Clarke









REGELN
Sure!









KURZBESCHREIBUNG
Meistens sieht man Rhaenyra bloß auf ihrem Schatten, dem Erythus Jaeregon, durch die Lüfte sausen. Lediglich ihr strahlend weißes Haar fällt wohl immer irgendwie auf, eine Vererbung ihres Vaters, einem Akademiemagus. Eigentlich sollte Rhaenyras Mutter, eine Adlige, den König aus dem Haus Aguilar heiraten. Doch sie wurde eine Bastard-Tochter und war seit dem in Stormheaven nicht wirklich angesehen. Dem Tod durch ihren Drachen entronnen, wurde sie als Drachenreiterin ausgebildet und ritt seitdem an der Front mit, wenn darum ging Kriege für sich zu gewinnen. Dabei handlte sie keineswegs kopflos oder impulsiv, sondern höchst bedacht. Nach ihrer Entführung der Dunkelelben nach Shallow Earth und dem Zusammebruch des Portals prägten zwei Jahren Gefangenschaft die leicht Magiebegabte und verliehen ihr die eine oder andere Eigenart, durch die man sie manchmal für etwas verrückt hält.



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